Gerald Stollwitzer - Musiktheaterregie & Stagemanagement

Laks – L`hirondelle inattendue

Nachtigall und Schwalbe bereiten dem Festspielpublikum wahre Sternstunden. (...) Die luftig leichte, mit einigem Witz angereicherte Inszenierung von Gerald Stollwitzer stemmt sich keineswegs gegen die Musik (...)
(Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten)

Eine Nachtigall und eine Schwalbe entzückten das Publikum im Bregenzer Festspielhaus – stürmischer Applaus für einen inspirierenden Opernvormittag. (...) Die Inszenierung von Gerald Stollwitzer bestach durch einen fantasiereichen und fröhlichen Zugang, den er dem Werk zugrunde legte. Dabei hatte Simon Laks in seinem Einakter vielen Anspielungen an philosophische bis hin zu solipsistischen Gedanken, animistische und mythologische Weltsichten sowie gesellschaftskritische Anspielungen eingebaut. Das Schöne an dieser Aufführung war, dass diese zwar erkennbar waren, jedoch nie belehrend oder gar durch den Hinweischarakter aufgesetzt wirkten. (...) Jubelstimmung gab es am Schluss dieser beiden Opernaufführungen. Alle nahmen etwas mit von derart originell erzählten Geschichten und der Musik.
(Kultur, Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft)

Eine höchst gelungene Produktion, die man gut und gerne öfters hätte in Bregenz spielen können.
(Neue, Anna Mika)

Die großen Musikfreunde ließen sich von der Fantasiefülle der so unterschiedlichen Inszenierungen (...) begeistern. (...) Wiederum ist die szenische Umsetzung von Gerald Stollwitzer phantastisch gelöst, mit Kostümen in Braun- und Grüntönen und mit wunderbaren Kopfbedeckungen für die unterschiedlichen Tiere.
(Schwäbische Zeitung, Katharina von Glasenapp)

Wer von der Familienoper der Bregenzer Festspiele eine klassische Kindervorstellung erwartet hatte, wurde (...) eines Besseren belehrt. Sowohl die szenische Uraufführung des Einakters „L`hirondelle inattendue” (...) als auch die Märchenoper „Le Rossignol” (...) mussten einen Vergleich mit dem Abendprogramm des Festivals nicht scheuen. Laks 1965 entstandener Einakter, der als skurril-witziges Musiktheater beschrieben wird, kommt in der Inszenierung von Gerald Stollwitzer stellenweise wuchtig und dramatisch daher, bleibt aber durchwegs kraftvoll und beeindruckend.
(Tiroler Tageszeitung, APA)

Was für ein Fest: (...) In der szenischen Uraufführung entführen wunderbare Kostüme von Claudia Raab in ein „Paradies der Berühmtheiten”. Die Weisheiten der „Zauberflöte”, des „schlauen Füchsleins” und des „kleinen Prinzen” verschmelzen hier zu einem großen Werk. Großer Jubel im Festspielhaus (...)
(Der Westallgäuer, Katharina von Glasenapp)

Brown – Die letzten 5 Jahre

Ungetrübte Ehekrise
In der Inszenierung von Gerald Stollwitzer kreist das unaufhaltsame Karussell dieser Ehekrise in Form einer Drehbühne um sich selber, wobei im Rotieren auch die Austragungsorte wechseln. Es kommt zu raffinierten Bildern, etwa als Cathy durch eine transparente Wand wie eine Vision durchschimmert. Oder als sie für eine Audition vor den geschlossenen Vorhang tritt und sich die Zuschauer in der Rolle der Jury wiederfinden.
(Lena Rittmeyer, Der Bund)

Zusammen wieder auseinander
Wie bringt man ein Musical auf die Kammerbühne des Effinger Theaters? Immerhin, Kompliment, Gerald Stollwitzer mit seinem Inszenierungskonzept und Peter Aeschbacher mit seiner Drehbühne haben dieses Problem überzeugend gelöst. Die Farben, Projektionen und Dekorationen des Spielraums wie die Kostüme von Sarah Bachmann sind nuanciert und erlauben ansprechende spielerische Effekte. (...) Die Darsteller entwickeln ihren Charme so mühelos wie ihre Gefühlsregungen.
(Fritz Vollenweider)

Ein Musical für die kleine Bühne
Die Geschichte aus zwei zeitlichen Richtungen zu erzählen, ist ein kluger Kunstgriff des Autors und wird auch in Stollwitzers Inszenierung geschickt umgesetzt. Die Songs sind melodiös, die Texte witzig, manchmal auch poetisch. Diese musikalische und textliche Spannung kommt durch die entgegengesetzte Erzählweise gut zur Geltung.
(Regine Gerber, Berner Zeitung)

 

Haydn – Armida (Festival Kvarner Opatija, Kroatien, 2012):

Laceranti scelte tra dovere e passione d’amore
Ovazioni da parte del folto pubblico per la prima croata di “Armida” (…) L’INTENSITÀ DELLA PASSIONE - La versione abbaziana si avvale di una lettura registica che trapianta l’azione in una dimensione temporale recente non meglio definita, ponendo l’accento, con grande coerenza ed intensità, sul momento psicologico, sul dramma interiore dei protagonisti e sulle loro passioni d’amore, fino a raggiungere momenti di crescente, fortissima tensione interiore nel terzo atto, nella figura di Rinaldo, lacerato fino alle midolla tra il suo trascinante sentimento per Armida e il “dovere” della guerra, la sete di gloria e di conquista; alla fine prevarrà lo spirito militare, motivo che nelle mani del regista Gerald Stollwitzer diventa strumento di denuncia e di condanna del militarismo e della guerra. E mentre la marcia finale dell’opera si dipana coralmente, sullo schermo scorrono le immagini di imponenti parate militari (mostruose nella loro alienante perfezione) dei tanti, troppi eserciti di tutte le possibili estrazioni ideologiche, che hanno insanguinato la storia - e continuano a farlo – distruggendo. Cioè, lo spettacolo alla fine diventa condanna di quei sistemi ed ideologie, tuttora vigenti, che trasformano l’uomo in macchina da guerra, in strumento di morte per l’altro essere umano. (…) I prolungati e calorosi applausi del pubblico hanno rimunerato tutti gli esecutori del loro impegno e generosità.
(La voce del popolo, Patrizia Venucci Merdzo)

Qualvolle Wahl zwischen Pflicht und Liebesleidenschaft
Opatija – Beifall seitens des zahlreich erschienenen Publikums für die kroatische Premiere von "Armida"....
DIE INTENSITÄT DER LEIDENSCHAFT - Die Version in Opatija bedient sich einer Lesart, die die Handlung in eine neuere, nicht weiter definierte, Zeit setzt. Die Regie legt den Akzent mit bestechender Konsequenz und Intensität auf das psychologische Moment, auf das innere Drama der Protagonisten und ihrer Leidenschaften. Die wachsende, immens starke Spannung erreicht ihren Höhepunkt im 3. Akt, in der Figur Rinaldos, der bis ins Mark zerrissen ist zwischen seinem herzzerreißenden Gefühl für Armida und der Pflicht des Krieges, dem Durst nach Ruhm und Eroberung; am Ende gewinnt der militärische Geist die Oberhand und entwickelt sich in den Händen des Regisseurs Gerald Stollwitzer zum Instrument der Anklage und Verurteilung von Militarismus und Krieg bis hin zum Schlußmarsch der Oper, der von allen Protagonisten gemeinsam gesungen wird, während auf der Videowand Bilder beeindruckender Militärparaden (monströs in ihrer irrsinnigen Perfektion) vieler, zu vieler Armeen aller möglichen Nationalitäten laufen, die mittels Zerstörung die Geschichte mit Blut befleckten und es noch immer tun. So wird die Aufführung am Ende eine Verurteilung dieser noch immer gültigen Systeme und Ideologien, die den Menschen in eine Kriegsmaschine verwandeln, in ein todbringendes Instrument für den Mitmenschen..... Der lang anhaltende und herzliche Applaus belohnte alle Beteiligten für ihre Leistungen und ihren vollen Einsatz.
(La voce del popolo, Patrizia Venucci Merdzo / Uebersetzung: Gerda Samonig)

Kreuzritter im Spiegelsaal
Sehr gut angekommen beim Premierenpublikum ist am Sonntag (…) in Opatija Haydns erfolgreichstes Opernwerk "Armida". Und das, obwohl der junge Kärntner Regisseur Gerald Stollwitzer in Ermangelung einer Bühne die Kvarner-Festival-Produktion alles andere als dem opulenten Werk gerecht inszenieren musste. So (…) griff er (…) einerseits geschickt, andererseits (…) abstrahierend in die Aktualisierungskiste: von Schickimicki-Strand über Strassenabsperrbänder bis zu den aus der Brust wallenden roten Tüchern als Ausdruck für Heldentum und Trennungsschmerz.
(Neue Kronen Zeitung, Andrea Hein)

 

Little Women – The Musical (Playhouse Theatre Weston-Super-Mare, 2011):

Little Women by Louisa May Alcott is one of those stories that you think you've seen or read but can't quite remember what it's about. It turns out that I had never seen or read Little Women making it all the more remarkable that I was so moved by this production directed by Gerald Stollwitzer. (...) I assumed it would be a story of sisters (Jo, Meg, Beth, Amy), living on plains and making quilts! Not so, this fine show has everything, comedy, love, dancing, tragedy and then finally, more love! (...) Their love for each other was totally believable and at times you felt as if they were a real family (...) The opening scene had Jo, reading and acting out her story whilst the characters behind a gauze, mirrored her every move. Simple but very effective! (...) The scene when Beth died had me blubbering like a baby and I was not alone! (...) A truly wonderful evening, great cast, great songs, great show!
(Bristol Evening Post, Les Gillam)

 

Die lustigen Weiber von Windsor (Stadttheater Bern, 2011):

Geschlechterkrieg im Reich der Spießer – Ein Heidenspaß:
Mit leichter Hand bringt der junge Regisseur Gerald Stollwitzer Otto Nicolais Oper auf die Bühne. (...) Gerald Stollwitzer zeigt bei seiner ersten Großproduktion eine Regiearbeit, die über weite Strecken mit schwungvoller Leichtigkeit aufwartet und in Sachen Fantasie und Detailverliebtheit mitunter an die Inszenierungen von Mariame Clèment erinnert. (...) Das Regieteam hat die Vorlage nicht nur psychologisch verfeinert, sondern auch entstaubt. (...) Gerald Stollwitzer inszeniert „Die lustigen Weiber” als munteren Geschlechterkampf im Reich der Spießer, mit Frauenzimmern die mit allen Wassern gewaschen und den Herren bei weitem überlegen sind. Sein Interesse gilt denn auch weniger dem vermeintlichen Frauenhelden Falstaff als den Reibereien des Ehepaars Fluth, wobei Stollwitzer die Brutalität des Gatten und die seelische Misere der Frau Fluth recht deutlich herausstreicht.
(Berner Zeitung, Oliver Meier)

Stilsichere Regie:
Einmal wird der eingenickte Spärlich sogar vom Dirigenten angepflaumt, er sei hier bezahlt fürs Singen. Das war nur einer von mehreren Einfällen des Regisseurs Gerald Stollwitzer, der den Grat zwischen Komik und Klamauk stilsicher beschritt und für eine witzige, unterhaltsame Revue in passenden Dekors von Romy Springsguth sorgte. (...) Der vielleicht beste Regieeinfall: Falstaff ist nicht dick (wie er selbst sagt: Wo einst meine Leber war, steht heut eine Minibar). (...) Zusammen ergibt das fast die Standardbesetzung einer englischen Sitcom.
(Der Bund, Peter König)

Zu Liebesarien ein wahres Gag-Feuerwerk abgebrannt.
(...) Junker Spärlich ist eine Schnarchtüte im wahrsten Sinne des Wortes: Dass er immer wieder mitten im Satz einpennt, ist ein gelungen umgesetzter Running-Gag dieser Inszenierung von Gerald Stollwitzer. (...) Mehr haften als das gut getimte Gag-Feuerwerk blieben die romantischen Liebesstimmungen im luftig-leichten Bühnenbild von Romy Springsguth.
(Die Südostschweiz, Reinmar Wagner)

Der grosse Siebzigerjahreleuchter wird im Schlussakt, in dem Springsguth einen surrealen Wald aus dem Boden wachsen lässt, den Mond ersetzen. Da entsteht in der ironischen Brechung eine neue Romantik. (...) Im Gegensatz zur harmlosen Vorlage, streicht Stollwitzer die seelischen Verletzungen der Gattin (Fr. Fluth) und den erwachenden Hass auf ihren brutalen Mann deutlich heraus. Am Schluss wird denn auch nicht der Verführer Falstaff verprügelt, sondern der Macho Fluth aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
(Bündner Tagblatt, Alfred Ziltener)

Die Regie von Gerald Stollwitzer versetzt das Werk ins letzte Jahrhundert und das funktioniert ohne Abstriche. Eine feine Arbeit, die ohne all die heute so nervig-repetierenden Gags auskommt, öfters Schmunzeln macht, gut unterhält ... Herz was willst du mehr.
(Der neue Merker, Alex Eisinger)

Die Frauen, welche in dieser Inszenierung an „Desperate Housewives” erinnern (die passenden Kostüme hat Susanne Schwarzer entworfen) und sich auch nicht scheuen, am Ende die Posen der „3 Engel für Charlie” einzunehmen, haben mit den männlichen Schlappschwänzen leichtes Spiel – und dies kosten sie genüsslich aus. Regisseur Gerald Stollwitzer hat die Geschichte des verarmten, trinkfesten Ritters aus dem späten 14. Jahrhundert in die heutige Zeit verlegt – und das funktioniert erstaunlicherweise ganz ausgezeichnet (...). Die gelungene Aufführung in Bern zeigt, dass es an der Zeit wäre, die Werke von Komponisten wie Lortzing, Flotow oder eben Nicolai wieder vermehrt zur Diskussion zu stellen.
(www.oper-aktuell.info, Kaspar Sannemann)

 

My Way:

Die Berner Produktion (Regie: Gerald Stollwitzer) ist eine eindringliche, auch etwas verklärende Hommage an die Liebe von Ava und Frank. (...)
Sie spielen und singen sich in einen Rausch, dessen Begeisterung auch auf das Publikum und die umsichtig und kompetent agierende Begleitcombo überspringt.
(Der Bund / Patrick Fischer)

Lieben, heiraten und fetzen.
Bühne und Zuschauerraum fließen ineinander über: eine Bar, ein paar Tische und gepolsterte Bänke am Rand. (...)
Die Inszenierung überrascht in der witzigen Heiratsszene oder in der Art, wie ein Paket in "Eilpost" über die Bühne transportiert wird.
(Berner Zeitung, Maria Künzli)

Vorab muss Gerald Stollwitzer für die Inszenierung der Schweizer Erstaufführung ein dickes Kompliment gemacht werden. Die Nachempfindung der Oscarverleihung ist überaus originell(...), die Dialoge sind neckisch, immer wieder muss gelacht werden.
(imscheinwerfer.ch / Daniel Fischer)

Von der Liebe auf den ersten Blick bis zu den heftigen Streitereien entführen Thomas Mathys (Frank Sinatra) und Siliva Oelschläger (Ava Gardner) das Publikum in die Welt der Fifties.
(News)